Donnerstag, 07.07.2011
Optimale Verständigung
„Komplizierte Diagnosen zu erklären ist schon auf deutsch nicht ganz einfach. Richtig schwierig wird es, wenn der Patient Deutsch nicht als Muttersprache hat“, sagt Dr. Christoph Pilhofer. Für türkischstämmige Patienten haben Dr. Pilhofer und sein Praxiskollege Dr. Markus Stork jetzt eine Lösung bei Verständigungsproblemen. Ihre neue Mitarbeiterin Aylin Armutlu ist zweisprachig aufgewachsen und kann – nicht nur – medizinische Fachbegriffe perfekt ins Türkische übersetzen.
"Frau Armutlu ist ein echter Glücksfall für unsere Praxis“, sagt Dr. Pilhofer. Glückliche Fügung war es auch, die die junge Frau in die Praxis der beiden Orthopäden geführt hat. „Aylin Armutlu bewarb sich im vergangenen Herbst um einen Ausbildungsplatz, den wir schon anderweitig besetzt hatten“, berichtet Dr. Stork. Da ihre Bewebungsunterlagen überzeugten, wurde sie trotzdem eingeladen, zwei Tage in der Praxis zur Probe zu arbeiten. „Danach waren wir sicher, dass sie zu uns passt. Allerdings hatten wir keinen freien Ausbildungsplatz.“ Die Lösung: Aylin Armutlu wurde im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (EQ) eingestellt, die von der Arbeitsagentur gefördert wird. Bis das neue Ausbildungsjahr beginnt, arbeitet sie als Praktikantin, danach mündet ihr Arbeitsverhältnis in einen Ausbildungsvertrag. „Da sie bereits jetzt parallel die Berufsschulveranstaltungen besucht, kann sie ihre Lehrzeit um ein halbes Jahr verkürzen. Eine echte win-win-Situation für alle Beteiligten“, betont Dr. Pilhofer.

