Freitag, 24.11.2017

Dr. Pilhofer qualifiziert für Manuelle Medizin bei Kindern

Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. Markus Stork und Dr. Christoph Pilhofer

Dr. Christoph Pilhofer

Dr. Christoph Pilhofer

Die Behandlung von Kindern nimmt im Gesamtkonzept der Manuellen Medizin eine Sonderstellung ein. Beim Kind variieren diagnostisches und therapeutisches Vorgehen in Abhängigkeit von Alter, Reifezustand und mentaler Entwicklung, was spezielle Kenntnisse sowie spezifische Untersuchungs- und Behandlungstechniken erfordert.

Nach Durchlaufen der Ausbildung in Manueller Medizin/Chirotherapie im Jahr 2016 mit mehr als 300 Unterrichtseinheiten und erfolgreicher Abschlussprüfung Anfang 2017 schloss Dr. Christoph Pilhofer nun dieses Jahr auch die Zusatzqualifikation «Manuelle Medizin bei Kindern« mit weiteren 150 Unterrichtseinheiten erfolgreich ab. Schmerztherapie, Traumatologie sowie Prävention und Rehabilitation sind die klassischen Indikationsgebiete der Manuellen Medizin. Die entwicklungsneurologische Indikation hingegen steht nicht in der historischen manualmedizinischen Tradition, sondern stellt eine Neuentwicklung im Gesamtkonzept der Manuellen Medizin dar und eröffnet den Zugang zur Behandlung von Kindern mit sensomotorischen Störungen verschiedener Ursache.

Die folgenden Beispiele sollen eine (begrenzte) Übersicht über häufige im Kindesalter auftretende Krankheitsbilder geben, die manualmedizinisch behandelt werden können:
Muskuloskelettale Schmerzen, z.B. durch segmentale Blockierungen der Wirbelsäule mit Nacken- und Rückenschmerzen, funktionelle Kopfschmerzen bei Dysfunktion der Kopfgelenke und/oder der Halswirbelsäule, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörung
Prävention und Rehabilitation bei Haltungsfehlern,
Skoliose
Entwicklungsneurologische Indikation bei zentralen Bewegungsstörungen wie z.B. Spastik

Vor allem aber kann die Therapie bei sensomotorischen Integrationsstörungen wie AD(H)S, einer neurobiologischen Erkrankung, bei der es zu einer teils veränderten Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im Gehirn kommt, Störungen der Körperkontrolle und der Feinmotorik, Störung der Bewegungskoordination, aber auch Konzentrations- und Lernstörungen eingesetzt werden. Hierunter fallen auch sensomotorische Entwicklungsstörungen im Säuglingsalter wie der Schiefhals (Tonusasymmetriesyndrom oder auch KISS-Syndrom).

Eine essentielle Technik der Manuellen Medizin bei Kindern ist die Atlastherapie nach Arlen, die einen ärztlichen Heileingriff im Sinne des Gesetzes darstellt und daher auch ausschließlich an approbierte Ärzte weitergegeben wird. Krankengymnasten, Heilpraktiker oder andere medizinische Hilfsberufe werden in dieser Methode nicht ausgebildet.